Schattenarbeit als Weg zur Ganzheitserfahrung



Angst, Wut, Hass und Aggression

Mit unseren Gefühlen ist es kompliziert. Viele Menschen sprechen von negativen Gefühlen und wenn wir dann fragen, was genau sie damit meinen, kommt oft die Antwort  „Angst, Wut, und Aggression“ - und manchmal auch „Hass“. Auch hier ist immer zu bedenken, welche Funktion ein solches Gefühl gerade für einen Menschen ausübt. Ein Kind, das wiederholt von seinen Eltern oder einem Elternteil missbraucht oder misshandelt worden ist und sich am liebsten das Leben nehmen würde, bleibt vielleicht nur deshalb am Leben, weil es sich in seinem Hass schwört, es ihnen, wenn es groß ist, heimzuzahlen. Falls die Wunden eines Tages geheilt sind und es ihnen dann vergeben kann, geschieht das nur, weil es in der Phase des Hasses seine eigene - von den Eltern unabhängige - starke Liebe gespürt hat. Denn man sagt: „Hass ist verirrte Liebe“.  Bleibt das Kind aber ein Leben lang in dieser Haltung, so tötet es damit genau diese Liebe in sich ab.

Wut zum Beispiel ist nicht pauschal etwas Schlechtes, das „erlöst“ werden muss. So zu denken ist sehr kurzsichtig. Manchmal braucht der Mensch gerade diese Anteile. 

Wut gibt uns Kraft, gerade auch in schweren Zeiten.

 Z. B. wenn ein uns sehr nahe stehender Mensch uns verlassen hat, wie bei Trennung oder Tod, sind wir des öfteren auch wütend auf diesen. Und das ist nichts Schlechtes.  Die Energie des Gefühls „Wut“ ist gerade dann wichtig für uns. Sie hilft uns über den ersten Schmerz hinweg und hält uns am Leben. So mancher verurteilt dieses Gefühl. Und am meisten wir selbst an uns. Deswegen setzen wir uns eine Maske auf und spielen den Verständnisvollen, den Toleranten, den Weitsichtigen.

Wütend sein ist schlecht, für manch einen sogar eine Sünde. Und sind wir dann doch einmal wütend, verurteilen wir uns und fühlen uns sogar noch schuldig. Das ist dann die Krönung und der Todesstoss für unseren Selbstwert und unsere Selbstachtung.

Jedoch tief in uns will diese Energie fließen. Sperren wir sie ein, wird sie irgendwann ausbrechen oder explodieren - wie ein Kessel, der zu viel Druck aushalten muss. Und schließlich führt die unterdrückte Wut zu Depressionen und Krankheit.



Wir haben alle Schatten

 Wir sind eins mit einem bewussten und liebenden Universum. Eine Tatsache, die wir oft verdrängen.

Denn wenn wir das am eigenen Leibe und in der eigenen Seele erleben wollen, müssen wir natürlich auch spüren, dass wir mit unseren verdrängten Schattenanteilen, also den Anteilen unseres Selbst ,die wir lieber verstecken als annehmen wollen, eins sind. Schließlich gehören diese zum Universum dazu. Deshalb führt der einzige Weg zur Vereinigung mit dem Heiligen Ganzen über das Annehmen des eigenen Schattens.

Polarität Licht und Schatten

Licht und Schatten sind in uns. All das, was wir an uns mögen, schätzen, vielleicht sogar lieben, stellen wir ins Licht. All das, was wir an uns nicht mögen, ablehnen, vielleicht sogar hassen, stellen wir in den Schatten. 

Obgleich wir Schattenanteile ablehnen, bleiben sie bestehen und wirken in unserem Unterbewusstsein oder zeigen sich durch Symptome.

Die Seele strebt immer nach Ganzheit.

Daher bedeutet Ganzheit die Annahme aller Anteile in uns – die des Lichts und die des Schattens.





Was ist Schattenarbeit? 


  • Es ist die Bereitschaft zu Wachsen.
  • Es ist Wahrheit.
  • Es ist Klarheit.
  • Es ist das Erkennen.
  • Es ist das JA  zu meinem Leben, das JA  zu sich selbst.
  • Es ist die Bereitschaft GANZ zu werden.





Hinweis: Schattenarbeit kann als Einzelsitzung und innerhalb einer Gruppenveranstaltung gebucht werden